Typ-1-Diabetes

Bei diesem Krankheitstyp werden die Insulin produzierenden Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch eine Entzündungsreaktion zerstört, die wahrscheinlich schon in frühester Kindheit ansetzt und sehr oft vor dem 30. Lebensjahr ausbricht. Dadurch kommt es zu einem zunehmenden Insulinmangel. Bei einer Vernichtung von 80 bis 90 Prozent der Beta-Zellen, spricht man von einer Typ-1-Diabetes, bei der zunächst noch ein Rückstand von Insulin im Körper verbleibt. Das fehlende Hormon Insulin muss in Form von Insulinpräparaten zugeführt werden. Als Ursache dieser Erkrankung wird oft eine Viruserkrankung oder ein Nahrungsbestandteil vermutet, der die Zellen des Immunsystems veranlasst, die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zu zerstören. Symptome für eine Erkrankung dieser Typisierung können ein auffälliger Blutzuckeranstieg und infolgedessen ein extremer Wasser- und Nährstoffverlust sein, der teilweise sogar zu einer Austrocknung einhergehend mit Schwäche, Teilnahmslosigkeit und schnellem Puls führen kann. Ein Teil der Betroffenen entwickelt zu Beginn der Erkrankung eine diabetische Ketoazidose, wobei das Blut übersäuert wird und der Patient sogar ins Koma fallen kann.

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