Neuropathie

Unter einer diabetischen oder peripheren Neuropathie versteht man die Gesamtheit der durch Typ-1- und Typ-2-Diabetes verursachten Nervenstörungen. Diese können sich durch Verminderungen des Berührungs-, Schmerz- und Temperaturempfindens, Kribbeln, Schmerzen oder Brennen sowie durch verminderte Reflexe und Muskellähmungen - vor allem in Füßen und Beinen - äußern. Darüber hinaus können auch Störungen auftreten, die das vegetative Nervensystem betreffen, wie z. B. Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkte oder Bewegungs- und Funktionsstörungen von Magen, Darm und Speiseröhre. Erkrankungen des Nervensystems im Rahmen eines Diabetes mellitus sind sehr häufig. Dabei hängt das Erkrankungsrisiko von der Dauer des Diabetes und der Stoffwechsellage ab. Nach 10-jähriger Krankheitsdauer ist die Hälfte aller Diabetiker betroffen. Warum genau es zu Schädigungen der Nerven kommt, ist noch unklar. Die effizienteste Therapieform bei einer diabetischen Neuropathie ist die optimale Blutzuckereinstellung.

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